Aktionen der Gruppe Ilmenau

 

In der aktuellen Youth News der Amnesty Jugend durften wir die Hochschulgruppe Ilmenau und ihre Aktionen vorstellen.
Einen Auszug daraus möchten wir auch hier gerne präsentieren.

2003 wurde unsere Gruppe auf der Internationalen Studierendenkonferenz in Ilmenau (ISWI), gegründet.
Diese ist mit über 380 Teilnehmern aus über 80 Ländern die deutschlandweit größte Studierendenkonferenz. Mit Infoständen, Workshop-Angeboten, der Teilnahme an oder der Initiation von Debatten, einem Quiz zu Menschenrechtsfragen, Vorträgen und vielem mehr leisten wir seitdem regelmäßig einen bescheidenen Beitrag zu diesem großartigen Projekt.
Neben Informationsständen oder Filmvorführungen, versuchen wir mit kreativen Aktionen Aufmerksamkeit auf Menschenrechtsthemen zu lenken.
Um auf die dramatische Situation an den EU-Grenzen aufmerksam zu machen, haben sich Mitglieder zum Weltflüchtlingstag als Polizisten verkleidet und einen „Flüchtling“ öffentlichkeitswirksam auf dem Campus verhaftet und „abgeschoben“.
Ein anderes Jahr am gleichen Tag erinnern wir an die lebensgefährliche Überquerung für Mittelmeerflüchtlinge. Dazu besteigen wir auf einem Stadtteich ein kleines Boot und zeigen darauf ein Transparent mit den Forderungen von Amnesty.

Bootaktion – Flüchtlingsschutz

Ein Mitglied, das am internationalen Tag gegen Folter neben unserem Infostand einen schwarzen Sack über dem Kopf trägt, bringt uns auf die Titelseite der Ilmenauer Allgemeine.

„STOP FOLTER“ auf der Titelseite

2013 hat unser Mitglied Lukas Herrmann eine eigene Seifenkiste entworfen und mit weiteren Gruppenmitgliedern zusammengebaut. Mit dieser gehen wir seither jedes Jahr zum Seifenkistenrennen beim Bergfest der TU Ilmenau an den Start.

Seifenkiste Amnesty Ilmenau

Wenn Dich unsere Beispiele motiviert haben, auch für die Menschenrechte aktiv (und kreativ!) zu werden, kannst Du Dich gerne unter nachstehenden Links bei uns oder beim Bezirk Thüringen melden.

Amnesty Ilmenau – Mitmachen

Amnesty Thüringen – Mitmachen

Fotoausstellung „Menschen auf der Flucht“

 

Amnesty International bekennt sich immer wieder zu einer humanen Flüchtlingspolitik auf Basis der Genfer Konvention. Die Ilmenauer Hochschulgruppe lässt im Ilmenauer Rathaus die Bilder von den Menschen sprechen, über die auf dem EU-Gipfel geredet wurde.

Am Dienstag, den 27. Juni 2017 um 16:00 Uhr wurde die Fotoausstellung „Menschen auf der Flucht“ im Ilmenauer Rathausfoyer von den Amnesty International Ilmenau Mitgliedern Fabian de Planque (Gruppensprecher), Hannes Kaltenecker, Andreas Beyer und Susan Kubitz eröffnet. Etliche Gäste waren zu der Eröffnung der Fotoausstellung gekommen, darunter auch Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU) und die Ilmenauer Stadträte Dr. Karl-Heinz Kerntopf (DIE LINKE) und Sonja Große (DIE LINKE). Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU) unterschrieb auch die Petition für eine angemessene Gesundheitsversorgung für traumatisierte Flüchtlinge in Deutschland.

Die Ausstellung beinhaltet 30 Fotos, die schutzsuchende Menschen im Zeitraum von 1948 bis heute zeigen. Dabei handelt es sich um eindrucksvolle Bilder aus allen Teilen der Welt: von Syrien, Irak und Libyen über Vietnam, Hongkong und Russland bis hin zur Türkei, Griechenland, Österreich und Frankreich. Die Fotos zeigen Momentaufnahmen der Flucht, aber auch, wie diese zum neuen Lebensalltag wird und Notlösungen zum Dauerzustand werden. Durch die unterschiedlichen Zeitpunkte und auch Orte der Motive zeigt die Ausstellung, dass Flucht seit 70 Jahren ein gegenwärtiges Thema darstellt und sich die Gegebenheiten in den letzten sieben Jahrzehnten global gesehen kaum geändert haben.

Die Ausstellung ist in einer Kooperation der Fotoagentur Magnum und Amnesty International entstanden. Anlässlich des Internationalen Tages zur Unterstützung der Opfer von Folter am 26. Juni konnte sie auch bereits am Montag besichtigt werden. Bei der Eröffnung hatten Interessierte außerdem die Möglichkeit, eine Petition für eine angemessene Gesundheitsversorgung für traumatisierte Flüchtlinge zu unterschreiben.

Die Ausstellung wird noch bis zum 14. Juli 2017 im Ilmenauer Rathausfoyer zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. Zu den Besuchern der Ausstellung zählte auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (DIE LINKE), als er zu Gast in Ilmenau war.

Fotoausstellung „Menschen auf der Flucht“ im Rathausfoyer Ilmenau
Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi 08:30 – 12:30 Uhr + Di, Do 13:00 – 18:00 Uhr
Dauer: 26. Juni 2017 – 14. Juli 2017
Eintritt: frei