Erfurt

Herzlich Willkommen auf der Gruppenseite der Hochschulgruppe Erfurt!

Im Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl unserer Aktionen:

Filmreihe zum Iran im November 2017

Unsere Geschichte beginnt in Teheran. Sie lässt uns eintauchen in einen Abend voller Techno-Musik, Träume und Ängste. Wir begleiten die beiden Freunde und DJs, Anoosh und Arash, auf ihren mühevollen und gefährlichen Wegen durch die iranische Hauptstadt, immer mit dem Ziel, ihre Elektro-Tanzveranstaltungen vor den Behörden geheim zu halten. Mehrmals wurden sie bereits festgenommen und fast zu Tode geprügelt, als ihre illegalen Partys aufflogen. Trotzdem halten sie an ihren Träumen fest…

Wir sind immer noch in Teheran. Diesmal in einem Taxi. Es geht nicht mehr um Musik, sondern um die Menschen selbst. Es geht um ihre Probleme und Sorgen, die mit jedem Ein- und Aussteigen ungelöst zu bleiben scheinen. Das Taxi wird zu einer Art Freiheitszone, in der jeder Gast offener über gesellschaftliche und persönliche Probleme redet, als irgendwo außerhalb des Autos…

Persepolis. Der Film, welcher nach einer der Hauptstädte des antiken Perserreichs benannt ist, handelt weniger von dem Alten als vielmehr von dem Wechsel zwischen Alt und Neu. Die Geschichte nimmt ihren Anfang in der Zeit der iranischen Revolution von 1979. Im Zeichentrickcharakter erzählt sie uns von den Hoffnungen der Menschen auf einen guten Neuanfang nach der Absetzung des Schahs und der Enttäuschung, die nur wenig später einsetzt. Es geht um die junge Marjane, die gerade in diesen unruhigen Zeiten in Teheran aufwächst und deren Lebensweg sich aufgrund der Ereignisse grundlegend verändern wird…

Lasst uns zurückkehren zum Anfang. Noch einmal geht es um den Tanz, die Musik und die Leidenschaft. Diesmal befinden wir uns in einer Universität in Teheran. Wir schauen dem jungen Iraner Afshin Ghaffarian dabei zu, wie er einen Internet-Account hackt und ihm die Welt der Musik und des Tanzes zu Füßen liegt. Er hat Zugriff auf sämtliche Videos aus allen Kontinenten dieser Welt und er hat eine Vision. Heimlich trifft er sich mit anderen Interessierten und gründet eine Tanzgruppe. Sein Ziel: Einmal aufzutreten…

Wir hoffen, ihr habt die Reise der letzten vier Wochen gut überstanden. All diese Filme zeigen kleine Ausschnitte des Alltags der iranischen Bevölkerung. Ihre Hoffnungen und ihre Ängste. Natürlich ist in den Spielfilmen Fiktion enthalten, aber eben auch ein kleiner Kern und manchmal sogar mehr als nur ein kleiner Kern Wahrheit. Real ist auf jeden Fall, dass immer noch viele Menschenrechtsverteidiger/-innen im Iran in Haft sitzen, dass die Regierungen „westliche“ Musik und Tanz unter Strafe stellt und dass das Recht auf freie Meinungsäußerung de facto nicht existiert. Gemeinsam könnt ihr uns helfen, zumindest für ein paar der betroffenen Personen durch Petitionen Gerechtigkeit zu fordern!

Kurzfilmabend – „Ich bin ja kein Rassist, aber …“

Täglich erleben viele Menschen in Deutschland und weltweit Rassismus. Dieser hat viele Gesichter und wird nicht immer offen geäußert, sondern geschieht oftmals auch auf subtile Weise. Im Rahmen einer Kurzfilm-Tour wurde von der Amnesty International Hochschulgruppe Jena sowie dem Kurzfilmfestival cellu l’art ein Filmprogramm mit dem Motto „Ich bin ja kein Rassist, aber…“  zusammengestellt. Am 17. Mai 2017 wurden diese Filme von der Erfurter Amnesty International Hochschulgruppe auf dem Campus der Universität Erfurt gezeigt. Die Filme zeigten ganz unterschiedliche Situationen in denen Rassismus geschieht: im Bus, bei der Arbeit, beim Sport oder in der Freizeit. Zwischen den Kurzfilmen wurden kurze Interviews und Erfahrungsberichte von Betroffenen gezeigt. Die abwechslungsreiche Zusammenstellung von Filmen enthielt sowohl deutsche als auch internationale Filme. Diese beleuchteten und reflektierte Alltagsrassismus aus verschiedenen Blickwinkeln, zeigten den Umgang damit und regten auch langfristig zum Nachdenken an.

Kein Mensch darf verschwinden! Aufmerksamkeit schaffen kann Leben retten!

Weltweit lassen repressive Regime ihre politischen Gegner verschwinden. Sie fürchten um ihre Macht, wenn ihre Bürger_innen gut informiert sind und demokratische Ansichten verbreiten. Seit 1980 sind mehr als 50.000 Fälle des „Beseitigens“ von politischen Gegnern bekannt, wobei die Dunkelziffer deutlich höher liegt. Um Aufmerksamkeit auf diese Thematik zu lenken, insbesondere den Fall der 43 verschwundenden Studierenden in Mexiko, verschwand Dr. Oliver Lembcke mitten in seiner Vorlesung „Analyse politischer Systeme“ am 20.01.2017 von der Bühne und der Saal wurde dunkel. Anschließend war ein Video über die Praktik des „Verschwindenlassens“ zu sehen. Zur Aufklärung dieses Falls haben wir am Ende der Vorlesung Unterschriften gesammelt. Hier das Video der Aktion:  https://www.facebook.com/177914055590963/videos/vb.177914055590963/1232750033440688/?type=2&theater

Rüstungstransfer und Menschenrechtsverletzungen

Ab dem 21.11.2016 zeigte die Erfurt Hochschulgruppe die Ausstellung „Rüstungstransfer und Menschenrechtsverletzungen“ in der Unibibliothek Erfurt. Um die Ausstellung gebührend zu würdigen und einige Hintergrundinformationen zu geben, luden wir Dr. Matthias John, Amnesty-Vorstandsmitglied, am 23.11. um 18 Uhr in Hörsaal 7 ein.

Dr. John arbeitet seit 1980 ehrenamtlich bei Amnesty International zu den Themengebieten Rüstungstransfers und Menschenrechte und hat als Experte zu diesen Themen an zahlreichen Berichten und Untersuchungen mitgearbeitet. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Frage, inwiefern der konventionelle Waffenhandel und Menschenrechtsverletzungen miteinander zusammenhängen.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung stellte er die Problematik fehlender, strikter Gesetze und Überwachungsmöglichkeiten für deutsche Waffenexporte sowie die damit einhergehenden Menschenrechtsverletzungen und die Errungenschaften der Arms Trade Treaty vor. Nach dem Vortrag von Dr. John blieb noch ausreichend Zeit, um Fragen zu stellen und zu diskutieren, sowie die Ausstellung im Vorraum der Bibliothek zu besuchen.

Dein Zeichen gegen Rassismus

1031 politisch motivierte Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte wurden im Jahr 2015 registriert. Dies ist eine Steigerung von circa 1500 % innerhalb von nur zwei Jahren (Quelle: BMI). Als Zeichen gegen die rasante Zunahme von Rassismus und Hassverbrechen sowie für eine offene Gesellschaft haben sich die Amnesty-International-Gruppen aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zusammengeschlossen für die Aktion „Dein Zeichen gegen Rassismus“.

Dazu wurden vom 30. April bis zum 22. Mai Bilder von Menschen mit Botschaften gegen Rassismus in ganz Ostdeutschland gesammelt. In Thüringen sammelte beispielsweise die Hochschulgruppe Erfurt allein beim Stadtfest „Erfurt Lacht“ 160 Bilder von Menschen, die Schilder mit antirassistischen Sprüchen in die Kamera hielten. „Nicht wegsehen – aufeinander zugehen“, „Menschenwürde kennt keine Hautfarbe“ oder „no racism“ sind die Botschaften dieser Bilder. Sie stehen für ein anderes Deutschland – ein weltoffenes und tolerantes. Schließlich wurden die Fotos zu einer großen Kollage mit dem Umriss der neuen Bundesländer zusammengefügt und bei einer großen Abschlusskundgebung am 4. Juni in Magdeburg präsentiert. Dies symbolisierte den Auftakt der deutschlandweiten Amnesty Kampagne gegen rassistische Gewalt.

Besuchen Sie für aktuelle Informationen unsere facebook Seite: https://www.facebook.com/Amnesty-Hochschulgruppe-Erfurt-177914055590963/