Erfurt

Herzlich Willkommen auf der Gruppenseite der Hochschulgruppe Erfurt!

Im Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl unserer Aktionen:

Kurzfilmabend – „Ich bin ja kein Rassist, aber …“

Täglich erleben viele Menschen in Deutschland und weltweit Rassismus. Dieser hat viele Gesichter und wird nicht immer offen geäußert, sondern geschieht oftmals auch auf subtile Weise. Im Rahmen einer Kurzfilm-Tour wurde von der Amnesty International Hochschulgruppe Jena sowie dem Kurzfilmfestival cellu l’art ein Filmprogramm mit dem Motto „Ich bin ja kein Rassist, aber…“  zusammengestellt. Am 17. Mai 2017 wurden diese Filme von der Erfurter Amnesty International Hochschulgruppe auf dem Campus der Universität Erfurt gezeigt. Die Filme zeigten ganz unterschiedliche Situationen in denen Rassismus geschieht: im Bus, bei der Arbeit, beim Sport oder in der Freizeit. Zwischen den Kurzfilmen wurden kurze Interviews und Erfahrungsberichte von Betroffenen gezeigt. Die abwechslungsreiche Zusammenstellung von Filmen enthielt sowohl deutsche als auch internationale Filme. Diese beleuchteten und reflektierte Alltagsrassismus aus verschiedenen Blickwinkeln, zeigten den Umgang damit und regten auch langfristig zum Nachdenken an.

Kein Mensch darf verschwinden! Aufmerksamkeit schaffen kann Leben retten!

Weltweit lassen repressive Regime ihre politischen Gegner verschwinden. Sie fürchten um ihre Macht, wenn ihre Bürger_innen gut informiert sind und demokratische Ansichten verbreiten. Seit 1980 sind mehr als 50.000 Fälle des „Beseitigens“ von politischen Gegnern bekannt, wobei die Dunkelziffer deutlich höher liegt. Um Aufmerksamkeit auf diese Thematik zu lenken, insbesondere den Fall der 43 verschwundenden Studierenden in Mexiko, verschwand Dr. Oliver Lembcke mitten in seiner Vorlesung „Analyse politischer Systeme“ am 20.01.2017 von der Bühne und der Saal wurde dunkel. Anschließend war ein Video über die Praktik des „Verschwindenlassens“ zu sehen. Zur Aufklärung dieses Falls haben wir am Ende der Vorlesung Unterschriften gesammelt. Hier das Video der Aktion:  https://www.facebook.com/177914055590963/videos/vb.177914055590963/1232750033440688/?type=2&theater

Rüstungstransfer und Menschenrechtsverletzungen

Ab dem 21.11.2016 zeigte die Erfurt Hochschulgruppe die Ausstellung „Rüstungstransfer und Menschenrechtsverletzungen“ in der Unibibliothek Erfurt. Um die Ausstellung gebührend zu würdigen und einige Hintergrundinformationen zu geben, luden wir Dr. Matthias John, Amnesty-Vorstandsmitglied, am 23.11. um 18 Uhr in Hörsaal 7 ein.

Dr. John arbeitet seit 1980 ehrenamtlich bei Amnesty International zu den Themengebieten Rüstungstransfers und Menschenrechte und hat als Experte zu diesen Themen an zahlreichen Berichten und Untersuchungen mitgearbeitet. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Frage, inwiefern der konventionelle Waffenhandel und Menschenrechtsverletzungen miteinander zusammenhängen.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung stellte er die Problematik fehlender, strikter Gesetze und Überwachungsmöglichkeiten für deutsche Waffenexporte sowie die damit einhergehenden Menschenrechtsverletzungen und die Errungenschaften der Arms Trade Treaty vor. Nach dem Vortrag von Dr. John blieb noch ausreichend Zeit, um Fragen zu stellen und zu diskutieren, sowie die Ausstellung im Vorraum der Bibliothek zu besuchen.

Dein Zeichen gegen Rassismus

1031 politisch motivierte Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte wurden im Jahr 2015 registriert. Dies ist eine Steigerung von circa 1500 % innerhalb von nur zwei Jahren (Quelle: BMI). Als Zeichen gegen die rasante Zunahme von Rassismus und Hassverbrechen sowie für eine offene Gesellschaft haben sich die Amnesty-International-Gruppen aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zusammengeschlossen für die Aktion „Dein Zeichen gegen Rassismus“.

Dazu wurden vom 30. April bis zum 22. Mai Bilder von Menschen mit Botschaften gegen Rassismus in ganz Ostdeutschland gesammelt. In Thüringen sammelte beispielsweise die Hochschulgruppe Erfurt allein beim Stadtfest „Erfurt Lacht“ 160 Bilder von Menschen, die Schilder mit antirassistischen Sprüchen in die Kamera hielten. „Nicht wegsehen – aufeinander zugehen“, „Menschenwürde kennt keine Hautfarbe“ oder „no racism“ sind die Botschaften dieser Bilder. Sie stehen für ein anderes Deutschland – ein weltoffenes und tolerantes. Schließlich wurden die Fotos zu einer großen Kollage mit dem Umriss der neuen Bundesländer zusammengefügt und bei einer großen Abschlusskundgebung am 4. Juni in Magdeburg präsentiert. Dies symbolisierte den Auftakt der deutschlandweiten Amnesty Kampagne gegen rassistische Gewalt.

Besuchen Sie für aktuelle Informationen unsere facebook Seite: https://www.facebook.com/Amnesty-Hochschulgruppe-Erfurt-177914055590963/